Die Wirkung von PEMFs, die mit dem elektromagnetischen Signal eines Antibiotikums gekoppelt sind, auf das Wachstum von E. Coli

Anton Sheikh-Fedorenko
Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt wenden ihre Aufmerksamkeit bioelektromagnetisch basierten Therapien zu, einer Art von Energiemedizin, die elektromagnetische Felder wie niederfrequente gepulste elektromagnetische Felder (PEMFs) einsetzt, um bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen zu helfen.

In diesem Beitrag wird eine Studie aus dem Jahr 2013 mit dem Titel „Einfluss des elektromagnetischen Signals von Antibiotika, die durch niederfrequente gepulste elektromagnetische Felder angeregt werden, auf das Wachstum von Escherichia coli“ von Y.-L. Ke et al. besprochen, in der die Autoren die Wirkung von PEMFs gekoppelt mit dem elektromagnetischen Signal von Antibiotika auf die Wachstumsrate von E. coli untersuchten.

Was haben die Autoren getan?


Für die Untersuchung wurde E. coli gewählt, da es als das am umfassendsten beschriebene Bakterium gilt. Als Antibiotikum wurde Ampicillin, ein bekanntes Breitspektrum-Beta-Lactam-Penicillin-Antibiotikum, gewählt. Die E. coli-Zellen wurden 12 Stunden lang kultiviert. Dann wurden Gruppen von E. coli-Zellen gebildet: 

1) eine Probengruppe, die PEMFs mit dem elektromagnetischen Signal von Ampicillin ausgesetzt wurde; und
2) eine Kontrollgruppe, die keinen PEMFs ausgesetzt wurde.

Um die Anzahl der E. coli-Zellen in den Proben und Kontrollen zu überwachen, wurde der Wert der optischen Dichte (OD) mittels Lichtspektrophotometrie bei 600 nm gemessen. Die Beziehung zwischen OD und der Anzahl der E. coli-Zellen kann wie folgt dargestellt werden:
OD ∝ log N
wobei N die Anzahl von E. coli in Anzahl/mL ist. Hieraus kann die Wachstumsrate abgeleitet werden. 

Was haben die Daten ergeben?


Die Daten zeigten, dass es einen signifikanten Unterschied im Wachstum von E. coli zwischen der Versuchs- und der Kontrollgruppe gab (Abb. 1). Tatsächlich wurde festgestellt, dass sowohl das elektromagnetische Signal von Ampicillin als auch PEMFs das Wachstum von E. coli beeinflussten. Die maximale Wachstumsverzögerungsrate (GRR) von PEMFs mit und ohne elektromagnetischem Signal von Ampicillin auf das Wachstum von E. coli-Zellen während der logarithmischen Phase (auch bekannt als Steady-State-Wachstum) betrug 17,4 bzw. 9,08 %. Die Autoren fanden auch heraus, dass durch die Veränderung der Trägerfrequenz der PEMFs der Retardierungseffekt auf das E. coli-Wachstum verbessert werden kann (Abb. 2).

Abb. 1. Die Wachstumsrate von E. coli-Zellen, die keinen PEMF ausgesetzt wurden (Kontrollgruppe) und die mit 210 mHz PEMF dem elektromagnetischen Signal von Ampicillin ausgesetzt wurden (Versuchsgruppe).


Abb. 2. Die Wachstumsrate von E. coli-Zellen, die keinen PEMF ausgesetzt wurden (Kontrollgruppe) und die mit 210 mHz PEMF dem elektromagnetischen Signal von Ampicillin ausgesetzt wurden (Versuchsgruppe).



Was bedeutet das?


Diese Studie veranschaulicht die Möglichkeit, PEMFs erfolgreich mit dem elektromagnetischen Signal von Ampicillin zu koppeln, um die Wachstumsrate von E. coli zu reduzieren. Obwohl noch weitere Untersuchungen notwendig sind, um den Mechanismus, mit dem das elektromagnetische Signal die E. coli beeinflusst, vollständig zu verstehen, bietet die Studie zusätzliche Erkenntnisse für die Verwendung von elektromagnetischen Informationsübertragungstherapien und Infoceuticals als alternative klinische Optionen für Einzelpersonen.

Literaturhinweis

Ke, Y., Chang, F., Chen, M. et al. Einfluss des elektromagnetischen Signals von Antibiotika, die durch niederfrequente gepulste elektromagnetische Felder angeregt werden, auf das Wachstum von Escherichia coli. Cell Biochem Biophys 67, 1229–1237 (2013). https://doi.org/10.1007/s12013-013-9641-5
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